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Seit heute ist die „Corona-Warn-App“ verfügbar und steht gratis zum Download für Android und iPhone bereit. Die App hilft uns festzustellen, ob wir in Kontakt mit einer infizierten Person waren und daraus ein Ansteckungsrisiko entstehen kann. So können Infektionsketten schneller unterbrochen werden. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung sind vollkommen freiwillig.

Im Vorfeld wurde viel über die Ausgestaltung diskutiert. Was kann die neue App? Wie kann sie uns helfen, Corona einzudämmen? Wie sicher sind meine Daten? Diese und weitere Fragen sollen im Folgenden geklärt werden?

Was kann die App?

Die „Corona-Warn-App“ soll Menschen warnen, die mit positiv getesteten Personen in Kontakt waren und so helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Kontaktbeschränkungen weiter gelockert werden. Derzeit sind es allein die Mitarbeiter der Gesundheitsämter, die die Infektionsketten nachverfolgen.  

Wie hilft die App bei der Eindämmung der Pandemie?

Mit der App können letztlich die Corona-Infektionsketten durchbrochen und die Nachverfolgung noch zügiger und genauer erfolgen. Denn die App kann erkennen, wie nahe sich Menschen bzw. deren Smartphones kommen und wie lange sie sich getroffen haben. Dazu tauschen die Geräte via Bluetooth zufällig erzeugte anonyme Zahlenfolgen, sogenannte IDs aus. Dieser Austausch dauert nur wenige Sekunden, sodass keine dauerhafte Verbindung zwischen den Smartphones hergestellt wird. Er wird in Abständen von zweieinhalb bis fünf Minuten wiederholt. Auf Basis der Signalstärke wird dabei die Entfernung geschätzt. Nutzer, die sich neben einer mit Covid-19 infizierten Person aufgehalten haben, können so von dieser Person schnell gewarnt werden.

Ideal wäre es, wenn 60 Prozent der Bevölkerung die App nutzen. Aber auch bei deutlich weniger Nutzern kann sie Experten zufolge helfen. Eine wissenschaftliche Studie zeigt sogar, dass die Nutzung einer App ähnlich effektiv eingrenzen kann wie das Tragen eines Mundschutzes. 

Was passiert mit meinen Daten und wie werden sie gespeichert?

Die Daten der Kontakte werden anonymisiert und dezentral auf dem jeweiligen Smartphone gespeichert. Der Abgleich, ob man einer infizierten Person begegnet ist, geschieht lokal auf dem Mobiltelefon. Einmal am Tag ruft das Gerät eine Liste mit den anonymen Gerätenummern ab, für die eine Covid-19-Infektion bestätigt wurde. Der Server hat allein die Aufgabe, die pseudonymisierten und autorisierten Positivmeldungen an alle Teilnehmer sicher und effizient zu verteilen, so dass dann auf deren Endgeräten – also dezentral - eine Begegnungsprüfung stattfinden kann. 

Wie schützt sich die App vor Datenmissbrauch?

Um Falschmeldungen oder Missbrauch zu verhindern, ist Voraussetzung dafür ein QR-Code, den erkrankte Nutzer von einem Labor bekommen. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet, kann er das Testergebnis freiwillig in der App angeben, in dem er den QR-Code scannt.
Infizierte werden ausdrücklich gefragt, ob sie das Ergebnis zur Kontakt-Nachverfolgung teilen wollen. Alternativ kann man auch eine TAN eingeben, die man von einer Telefon-Hotline bekommt, da nicht alle Labore in der Lage sind, QR-Codes zu generieren.

 

Ausführliche Informationen zum Download und der Nutzung der App finden Sie hier.