Menü öffnen
  • 1 Pressemitteilungen
 

Das Problem Fluglärm am Untermain bleibt aktuell. Die neue unterfränkische Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz hatte daher die Deutsche Flugsicherung DFS um Auskunft über die Maßnahmen gegen den Fluglärm in ihrem Wahlkreis gebeten. Dazu erklärte Frau Lindholz: „Seit 17.10.2013 werden die „Eindrehhöhen“ auf der südlichen Anflugstrecke um 300 Meter angehoben, sofern es die Verkehrslage zulässt. Zudem wurde der kontinuierliche Sinkflug (CDO) am Flughafen Frankfurt vom Probebetrieb in den Regelbetrieb überführt. Diese Maßnahmen sind ein Anfang. Aber damit wird der Luftraum über Aschaffenburg und Umgebung höchstens zeitweise entlastet. Wir müssen daher an weiteren Verbesserungen arbeiten.“

Frau Lindholz fügte hinzu: „Im neuen Koalitionsvertrag steht ausdrücklich, dass der Fluglärmschutz insbesondere in den Nachtstunden verbessert werden soll. Anwohner und Kommunen sollen bei der Festlegung von Flugrouten eingebunden werden. Es werden wirtschaftliche Anreize für technische Innovationen und die Modernisierung der Flugzeugflotten gesetzt. Dieser multiple Ansatz ist richtig. Denn Verbesserungen erreichen wir nur, wenn wir alle zur Verfügung stehenden Optionen nutzen. Dazu gehören technische, wirtschaftspolitische und verkehrsrechtliche Maßnahmen gleichermaßen.“

Abschließend erklärte die Goldbacherin: „Eine einfache Lösung des Problems wird es nicht geben. Das Thema Fluglärm wird uns weiter beschäftigen. Wir brauchen den Flughafen als Wirtschaftsmotor ebenso wie eine gesunde Nachtruhe. Einen vernünftigen Ausgleich schaffen wir nur, wenn wir gemeinsam und nicht gegeneinander arbeiten. Auch die Fluglinien müssen dazu ihren Beitrag leisten. Zum Beispiel durch eine Ausstattung ihrer Flugzeuge mit modernen GPS-Systemen. Damit würden deutlich lärmreduzierte Anflugverfahren möglich.“

Zum Thema Fluglärm fand heute im Landratsamt Aschaffenburg auch eine Anhörung der DFS vor dem Umweltausschuss des Kreistages statt.