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Berlin. Der NSA-Untersuchungsausschuss diskutierte heute mit drei Technik- Experten über Datensicherheit im Internet und die technischen Grundlagen des NSA-Skandals.
Das Ausschussmitglied Andrea Lindholz kommentierte die Anhörung: „Egal wie gut das Datenschutzrecht ist, letztendlich entscheidet die Technik über die Sicherheit im Netz.

Deutschland hat die für den Datenschutz notwendige Technik völlig verschlafen. Alle Experten haben betont, dass es absolute Sicherheit im Internet niemals geben kann. Allerdings gibt es sehr wohl technische Möglichkeiten, um die massenhafte Ausspähung unserer Daten zu erschweren. Wenn wir die Kosten für die Ausspähung unserer Daten konsequent in die Höhe treiben, wird sie für Konzerne und Geheimdienste zu teuer. Die totale Überwachung im Internet lässt sich totrüsten. Das haben alle drei Experten auf meine Frage hin bestätigt.“
Konkret forderte Lindholz: „Wir müssen systematisch eine Sicherheitsarchitektur für unseren Datenverkehr entwickeln. Ein wichtiger Baustein ist eine flächendeckende Ende-zu Ende-Verschlüsselung unserer Daten. Auch ein unabhängiger IT-TÜV, der Programme und Geräte auf Sicherheitslücken überprüft, ist notwendig. Dazu brauchen wir in Europa einheitliche Standards für die IT-Sicherheit. Vor allem aber muss die Verschlüsselungstechnik viel verbraucherfreundlicher werden.“

Lindholz schränkte abschließend ein: „Wir sollten im Internet kein Wettrüsten wie im Kalten Krieg anfangen. Wir müssen aber endlich verstehen, dass wir selber für die Sicherheit unserer Daten im Netz sorgen müssen. Der Aufbau einer europäischen Sicherheitsarchitektur wird langwierig und kostspielig. Schon heute kann jedes Unternehmen und jeder Internetnutzer etwas tun, um seine Daten besser zu schützen und den Zugriff von außen teurer und damit unattraktiv zu machen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informiert darüber.“