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Berlin. Den Verlauf der Debatte um die Edathy-Affäre beurteilt Andrea Lindholz zunehmend kritisch. Als Mitglied des Innenausschusses nimmt Lindholz heute an der dritten Sondersitzung zum Fall-Edathy teil. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte sie einer Plenardebatte und zwei Ausschusssitzungen zu diesem Thema beigewohnt.
Die Rechtsanwältin forderte: „Die Diskussion muss endlich vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Die wichtigste Lehre aus der Edathy-Affäre ist, dass wir den Kinderschutz noch mehr verbessern müssen. Skandalös ist doch, dass es in unserem Rechtssystem immer noch Lücken gibt, die eine konsequente strafrechtliche Verfolgung von Kindesmissbrauch behindern. Diese Lücken muss der Gesetzgeber unbedingt schließen.“

Lindholz erklärte: „Die Edathy-Affäre zeigt, dass wir das Strafrecht, insbesondere die Paragraphen 184 b und c StGB, verschärfen müssen. Der gewerbsmäßige Handel, also Verkauf und Erwerb, von Bildern nackter Kinder und Jugendlicher, die wie im Fall Edathy unter die sogenannte Kategorie 2 fallen, muss ebenfalls strafbar werden. Auch solche sensiblen und intimen Aufnahmen stellen einen massiven Verstoß gegen das Grundgesetz und die unantastbare Würde der betroffenen Kinder dar. Wer Kinder als Handelsware nutzt, muss mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt werden. Zudem wollen wir die bereits in der letzten Wahlperiode beschlossene Verlängerung der Verjährungsfristen bei Kindesmissbrauch noch stärker ausweiten.“