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Berlin. Andrea Lindholz, Berichterstatterin für Grundsatzfragen der Migration der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Innenausschuss, kommentiert die aktuelle Meldung über 500 Flüchtlinge, die vor wenigen Tagen im Mittelmeer ertrunken seien sollen.

Lindholz: „Diese Nachricht ist mehr als schockierend. Obwohl die italienische Marine und Frontex in den vergangenen Monaten tausende Flüchtlinge aus Seenot gerettet haben, konnte diese erneute Katastrophe nicht verhindert werden. Die Schlepperbanden nutzen die Not der Flüchtlinge gnadenlos aus und spielen bewusst mit Menschenleben.“

Lindholz fordert: „Die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union muss grundlegend überarbeitet werden. Europa darf nicht erst aktiv werden, wenn die Flüchtlinge im Boot sitzen. Dann schweben die Menschen längst in akuter Lebensgefahr. Wir müssen weg vom reaktiven Ansatz und proaktiv handeln. Solche Katastrophen lassen sich dauerhaft nur verhindern, wenn den Schlepperbanden vor Ort das Handwerk gelegt wird. Die Europäische Union muss im Kampf gegen die Schlepperbanden noch enger mit den nordafrikanischen Staaten zusammenarbeiten.

Gleichzeitig brauchen wir eine echte europäische Entwicklungspolitik, die gezielte Hilfe vor Ort leistet. Die Staaten der EU sind zusammen für über 50 Prozent der weltweiten Entwicklungshilfe verantwortlich. Der koordinierte Einsatz dieser Mittel könnte einen echten Einfluss auf die Fluchtgründe in den Herkunftsländern haben. Wir müssen alles versuchen, um das menschenverachtende Geschäftsmodell der Schlepperbanden zu zerstören.

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier im PDF-Format herunterladen.