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Aschaffenburg/Goldbach. Die aus Goldbach stammende Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz ist besorgt angesichts der heftigen Reaktion einiger Anwohner infolge des geplanten Flüchtlingsheims am Kugelberg für bis zu 60 Personen.

Lindholz kommentierte die aufgeladene Stimmung in ihrem Heimatort: „Als zuständige Bundestagsabgeordnete nehme ich die Sorgen und Ängste in der Bevölkerung ernst. Ich bin aber überzeugt, dass die Sorgen der Anwohner unbegründet sind. Das Heim soll vor allem Eltern mit Kindern beherbergen, denen zum Beispiel der mörderische Bürgerkrieg in Syrien alles genommen hat. Goldbach sollte den Flüchtlingsfamilien eine Chance geben. Das sage ich nicht nur als Politikerin, sondern gerade auch als Goldbacherin. Was andere Kommunen im Landkreis können, schaffen wir schon lange."

Im Nachgang zur Bürgerversammlung am gestrigen Donnerstagabend, 11. November, im Haus Effata in Goldbach sagte Lindholz: „Die Bürgerversammlung hat gezeigt, dass es unter den Goldbacherinnen und Goldbachern, ebenso wie in vielen anderen Kommunen am Untermain, eine große Hilfsbereitschaft gibt. Der Bürgermeister wird nun einen Runden Tisch einberufen, um mit den Anwohnern und allen beteiligten Institutionen die bestehenden Sorgen und Probleme zu besprechen. Ich begrüße diese Entscheidung ausdrücklich und hoffe, dass damit die restlichen Ängste zerstreut und die Stimmung endgültig ins Positive gedreht werden kann.“

Als ehemaliges Mitglied des Gemeinderates von Goldbach begründete Lindholz die Entscheidung für den Standort am Kugelberg: „Alle Optionen wurden genau überprüft.Anschließend haben wir uns einstimmig für den Kugelberg entschieden. Insgesamt bietet das Grundstück die besten Voraussetzungen, um die notleidenden Menschen in Goldbach zu integrieren.

Durch die Busverbindung sind sie gut angebunden und es gibt es genug Möglichkeiten, die Flüchtlinge im Alltag kennenzulernen. Dadurch können die sicherlich auf allen Seiten vorhandenen Sorgen und Ängste hoffentlich schnell abgebaut werden. Die Verantwortung für das Heim bleibt bei der Kommune. Es wäre falsch, wenn am Ende jemand mit der Not der Flüchtlinge Geld verdient. Auch war es eine überaus großzügige Geste der Kirche, das Grundstück zur Verfügung zu stellen.“

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier im PDF-Format herunterladen.