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Aschaffenburg/München. Unternehmen und Handwerksbetriebe fordern, den Zugang zu Arbeit und Ausbildung für Asylbewerber und Geduldete zu erleichtern. Die Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz freut sich nun über ein klarstellendes Schreiben des bayerischen Innenministeriums vom 31.03.2015, mit dem die Ausländerbehörden angewiesen werden, Beschäftigung und Berufsausbildung sowie Fragen der ausbildenden Betriebe künftig verstärkt zu berücksichtigen.

Lindholz erklärt: „Im letzten Jahr hat der Bundestag dafür gesorgt, dass anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber und Geduldete nach drei Monaten grundsätzlich Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten. Bayern hat nun klargestellt, dass Asylbewerber und Geduldete mit unklarem Aufenthaltsstatus schon nach geltendem Recht eine Duldung für die gesamte Dauer der Ausbildung bekommen können. Die Ausländerbehörden sollen eine Duldung für ein Jahr erteilen, wenn der Asylbewerber eine Ausbildung aufgenommen hat und mit den Behörden kooperiert. Wird die Ausbildung erfolgreich absolviert, wird die Duldung problemlos verlängert. Anschließend kann eine Aufenthaltserlaubnis nach §18a Aufenthaltsgesetz erteilt werden, um nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz anzunehmen. Die Ausländerbehörden wurden zudem angewiesen, den ausbildenden Betrieben direkt für Auskünfte zur Verfügung zu stehen. Dadurch erhalten die ausbildenden Betriebe Rechtssicherheit und verlässliche Informationen direkt vor Ort.“

Lindholz ergänzte: „Das was die ausbildenden Betriebe wünschen, ist nach geltendem Recht bereits möglich. Das Recht muss nur richtig umgesetzt werden. Wir dürfen aber auch keine Fehlanreize schaffen. Unser Asylsystem dient in erster Linie dem Schutz von Menschen und nicht der Anwerbung von Fachkräften. Menschen außerhalb der EU, die in Deutschland arbeiten wollen, haben mit der "Blauen Karte EU" oder einem Arbeitsplatz in einem der über 70 Mangelberufe legale Möglichkeiten einzuwandern. Illegale Einreisen und Missbrauch des Asylsystems sind schädlich. Am 1. April hat das Bundeskabinett zudem einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Anerkennung der Berufsqualifikation von Flüchtlingen erleichtern soll.“

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier im PDF-Format herunterladen.