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Aschaffenburg/Straßburg. Der Europarat wird die Stadt Aschaffenburg dieses Jahr mit der Ehrenplakette des Europapreises auszeichnen. Dies wurde gestern nach der Sitzung des Europarates in Straßburg bekannt. Damit wird die Stadt für ihre partnerschaftlichen Aktivitäten zum Wohle der Völkerverständigung geehrt.

Die Aschaffenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz erklärt dazu: „ Ich freue mich sehr und gratuliere der Stadt Aschaffenburg zu dieser ehrenvollen Auszeichnung. Unsere Region befindet sich nicht nur geographisch im Herzen Europas. Die europäischen Werte werden in den unterfränkischen Kommunen auch aktiv gelebt. Städtepartnerschaften sind ein unverzichtbares Instrument europäischer Zusammenarbeit an der Basis. Aschaffenburg betreibt über die jahrzehntelangen Partnerschaften mit Perth, Saint-Germain-en-Laye und Miskolc ein Stück kommunale Außenpolitik, die den europäischen Gedanken mit Leben füllt und anderen Kommunen als Vorbild dienen kann.“

Bundestagskollege Tobias Zech, der den Deutschen Bundestag im Europarat vertritt, ergänzte: „Den Europäischen Gedanken in Kommunen vorzuleben ist ein Kapital, mit dem sich Freundschaft und Verständigung über die Grenzen hinweg vermehren. Besonders in schwierigen politischen Zeiten. Es freut mich, dass mit Aschaffenburg und Ingolstadt zwei bayerische Kommunen in diesem Jahr die Ehrenplakette erhalten.“

Hintergrund: Die Ehrenplakette ist die höchste Auszeichnung auf dem Weg zum Europapreis. Kommunen, die das Europadiplom, die Ehrenfahne und schließlich die Ehrenplakette erhalten haben, qualifizieren sich für den Europapreis. Der Europapreis wird seit 1955 als höchste Auszeichnung des Europarats an Gemeinden und Kommunen verliehen, die durch Städtepartnerschaften, Austauschprogrammen und Initiativen den europäischen Dialog über die Grenzen hinweg lebendig halten. Der Europapreis geht im Jahr 2015 an die Städte Dresden und Vara. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Städte wie Kaliningrad (2005), Bologna (1995), Istanbul (1959) und Wien (1958).

Informationen zum Europapreis