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Berlin/Aschaffenburg. Der erste Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans (BVWP 2015) soll mit etwas Verspätung Mitte März veröffentlicht werden. Darauf haben sich die drei Partner der Großen Koalition in Berlin geeinigt. Der nach rund 10 Jahren neuerscheinende Bundesverkehrswegeplan bewertet rund 2.000 angemeldete Projekte im Bereich Schienen- und Straßenverkehr und priorisiert die Maßnahmen nach ihrer Dringlichkeit.

Die Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz hatte sich in den vergangenen Jahren für diverse Verkehrsprojekte aus der Region Aschaffenburg eingesetzt. Lindholz: „Mit der Terminierung der Veröffentlichung sorgt die Koalition jetzt für Klarheit. Für die Region Aschaffenburg wurden mehrere Straßen- und Schienenprojekte im BVWP 2015 angemeldet. Manche Projekte sind in unserer Region nicht unumstritten. Welche Projekte tatsächlich eine realistische Chance auf zeitnahe Umsetzung haben, wird erst klar, wenn der Entwurf auf dem Tisch liegt. Bürgerinnen und Bürger können anschließend binnen einer Frist von sechs Wochen direkt eine Stellungnahme zu den Projekten beim Bundesverkehrsministerium einreichen. Die nötigen Formulare und Informationen sollen ab Mitte März auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums abrufbar sein. Bereits vorliegende Kompromissvorschläge zu einzelnen Verkehrsprojekten sollten erst nach Vorliegen des Entwurfs weiterdiskutiert werden.“

Hintergrund: Für die Region Aschaffenburg sind im Bereich Straßenverkehr fünf Projekte für den BVWP 2015 angemeldet: der sechs-streifige Ausbau der B 469 von der A3 bis zur Abfahrt Stockstadt (AB16), der vier-streifige Ausbau der B469 von der A3 bis zur A45 sowie der vier-streifige Ausbau der B26 von der B469 bis Hafen West. Daneben die Ortsumfahrung Laufach sowie die  B26 Lohr – Ausfahrt Hösbach. Im Bereich Schienenverkehr ist die Elektrifizierung der Aschaffenburger Hafenbahn sowie der Bau einer Weichenverbindung von Darmstadt nach Aschaffenburg angemeldet. Nach Abschluss und Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung wird der BVWP vom Bundeskabinett beschlossen. Der Bundestag beschließt den BVWP danach in Form von mehreren Ausbaugesetzen.