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Berlin. Heute hat der Bundesinnenminister die neue „Konzeption Zivile Verteidigung“ (KZV) offiziell vorgestellt. Dazu erklärte die Innenpolitikerin Andrea Lindholz:

„Krisenvorsorge ist verantwortungsvolle Innenpolitik.Der Bundesinnenminister hat das veraltete Zivilschutzkonzept aus gutem Grund weiterentwickelt und den neuen Herausforderungen angepasst. Die moderne Hochtechnologie hat unserer Gesellschaft viele Fortschritte in den lebensnotwendigen Bereichen Kommunikation, Energie, Transport, Verkehr und Gesundheit gebracht. Allerdings sind die kritischen Infrastrukturen durch ihre Komplexität und Abhängigkeit voneinander hochgradig verletzbar. Terroranschläge, Naturkatastrophen oder Cyberangriffe auf unser Stromnetz stellen zum Beispiel eine ernsthafte Bedrohung für die Versorgungssicherheit in Deutschland dar. Verantwortungsvolle Politik muss darauf reagieren. Den Selbstschutz der Bevölkerung zu stärken, um den Bedarf an Notversorgung im Ernstfall zu reduzieren, ist dabei nur ein Ansatzpunkt von vielen. Das Konzept kann im Ernstfall für mehr Ruhe und Sicherheit sorgen. Das Bundesernährungsministerium stellt schon lange einen Vorratskalkulator bereit, um den mündigen Bürgern die Vorsorgeplanung zu erleichtern.“

Lindholz ergänzte: „Der Zivilschutz des Bundes und der Katastrophenschutz der Länder müssen konsequent weiterentwickelt und eingeübt werden. Erst letztes Jahr hat der Krisenstab die Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) am Bayerischen Untermain geprobt. Der gemeinsamen Übung von Bundeswehr, lokalen Rettungsorganisationen und Behörden durfte ich beiwohnen. Die Fähigkeiten und das Engagement unserer Einsatzkräfte haben mich nachhaltig beeindruckt.“

Hintergrund: Am 24.10.2015 probte der Krisenstab im Multifunktionshaus in Mainaschaff die Zusammenarbeit zwischen den lokalen Rettungskräften, dem Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr und den Behörden den Ernstfall am Bayerischen Untermain. Das Krisenszenario war ein großflächiger Stromausfall in Deutschland infolge eines Cyberangriffs. http://tinyurl.com/godqvef

Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung informiert auf der Seite www.ernaehrungsvorsorge.de über die staatliche und private Vorsorge für Versorgungsengpässe infolge von Katastrophenlagen. Unter anderem stellt das BMELV auf seiner Seite einen Vorratskalkulator zur Unterstützung der privaten Notfallplanung bereit.