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Berlin/Aschaffenburg. Der Lärmschutz entlang der stark belasteten Zugstrecken Stockstadt-Mainaschaff, Partenstein-Goldbach und Kahl-Aschaffenburg kommt früher als geplant. Dies bestätigte die Deutsche Bahn gegenüber der Aschaffenburger Bundestagsabgeordneten Andrea Lindholz.

Andrea Lindholz: „Für die lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürger und unsere Region ist das eine gute Nachricht. Die Dringlichkeit für mehr Lärmschutz an den stark belasteten Abschnitten Stockstadt – Mainaschaff, Partenstein-Goldbach und Kahl – Aschaffenburg wurde im Lärmsanierungsprogramm des Bundes hochgestuft. Das heißt, die Planung der Lärmschutzschutzmaßnahmen kann fünf Jahre früher als geplant beginnen. Laut der Bahn werden bereits ab Herbst 2016 Schallgutachten erstellt. Sobald die Gutachten vorliegen beginnt dann die Objektplanung - voraussichtlich Mitte 2017. Eine umfassende Bürgerbeteiligung wird im Rahmen des Planfeststellungverfahrens ab 2018 erfolgen. Nach Abschluss der Planfeststellung kann mit einer konkreten Umsetzung ab 2021 gerechnet werden.“

Lindholz ergänzte: „Die Mittel stammen aus dem freiwilligen Lärmschutzprogramm des Bundes, das wir 2016 auf insgesamt 150 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt haben. Mit dieser Zusage profitiert unsere Region direkt von der Aufstockung. Nach dem Erfolg für Laufach im April ist das nun eine weitere Bestätigung unserer Arbeit für mehr Lärmschutz in der Region. Bund und Bahn haben den Weg für die vorgezogene Planung frei gemacht. Dafür möchte ich den Verantwortlichen danken.“

Hintergrund: Der Bund stellt seit 1999 im Rahmen des sog. freiwilligen Lärmschutzprogramm jährlich Mittel zur Lärmsanierung an Schienenwegen bereit. Das Volumen ist in den vergangenen Jahren stetig angewachsen. Nach der Erhöhung im Jahr 2014 auf jährlich 130 Millionen Euro stehen seit 2016 für die Lärmsanierung an Schienenwegen 150 Millionen Euro zur Verfügung. Als Entscheidungsgrundlage für die Reihenfolge der umzusetzenden Maßnahmen wurden Priorisierungsziffern berechnet. Danach erhielten die betreffenden Streckenabschnitte im Lärmsanierungsprogramm die Priorisierungskennzahl 3,861 bzw. 4,100. Damit hätte frühestens in 5 Jahren mit der Planung begonnen werden können. Der Start der Bauarbeiten wäre dann frühestens ab 2022 möglich gewesen.