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Berlin. Im Rahmen des Ausbaus der Bahnverbindung von Hanau bis Fulda werden zwei mögliche Alternativen zur Anbindung gen Würzburg diskutiert. Ein Ausbau der Bestandsstrecke über Aschaffenburg oder ein Neubau über die sogenannte Mottgersspange. Seit drei Jahren setzt sich die Aschaffenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz für den Erhalt der Bestandsstrecke ein. Nach jüngsten Meldungen über eine angebliche Vorentscheidung gegen die sog. Mottgersspange mahnt Andrea Lindholz zur Vorsicht: „Ich warne ausdrücklich davor, vermeintliche Entscheidungsausgänge vorauszusagen. Eine endgültige Entscheidung über die Mottgersspange ist de facto noch nicht gefallen. Dies war auch nicht Thema des gestrigen Gesprächs im Bundesverkehrsministerium. Das Gespräch mit Staatssekretärin Bär wurde von mir organisiert. Begleitet haben mich mein unterfränkischer Kollege Bernd Rützel, der stellvertretende Landrat Andreas Zenglein und Bernhard Kessler von der Stadt Aschaffenburg. Unser Ziel war es, die Position unserer Region gegen die Mottgers-Variante noch einmal klar zu machen. Deutlich wurde, dass noch nichts entschieden ist. Denn letztlich liefern die Ergebnisse des Dialogforums der Bahn die Basis für diese Entscheidung. Die Arbeit des Forums ist noch nicht beendet. Das bedeutet: Wir müssen hier als Region auch weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen und unsere guten Argumente vorbringen.“

Im Hinblick auf den Fernzughalt Aschaffenburg ergänzt Lindholz: „Zusammen mit den Verhandlungsführern der Koalition haben wir erreicht, dass der Fernzughalt Aschaffenburg in vergleichbarem Umfang wie heute für beide Varianten in den Ausbaugesetzen zum Bundesverkehrswegeplan verankert wird. Der Verkehrsausschuss des Bundestages wird diese Änderungen morgen so beschließen. Damit ist uns ein weiterer wichtiger Schritt für den Erhalt des Fernverkehrshalts Aschaffenburg gelungen. Der Fernzughalt liefert ein weiteres gewichtiges Argument für den Ausbau der Bestandsstrecke über Aschaffenburg. Die Entscheidung, welche der beiden Varianten am Ende gebaut wird, steht aber nach wie vor noch aus. Die Bahn muss sich jetzt vor der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens erklären.“

Daher sind sich Lindholz und Rützel einig: „Wir brauchen endlich Klarheit für die Region. Aschaffenburg darf nicht abgehängt werden.“ Hierzu der Gemündener Bundestagsabgeordnete und langjährige Eisenbahner Rützel: „Deshalb muss die Mottgersspange endlich in die Mottenkiste.“

Hintergrund: Der Deutsche Bundestag verabschiedet den Bundesverkehrswegeplan in Form von sogenannten Ausbaugesetzen. Die Verhandlungen zu den Änderungsanträgen der Ausbaugesetze zum Bundesverkehrswegeplan sind abgeschlossen. Der Verkehrsausschuss wird die Änderungen in seiner morgigen Sitzung beschließen. In der Begründung zum Änderungsantrag des Bundesschienenwegesausbaugesetzes heißt es zum Fernzughalt Aschaffenburg: „ Zur laufenden Nummer 2 des Vordringlichen Bedarfs (ABS/NBS Hanau- Würzburg/Fulda-Erfurt) wird die Fußnote „mit Infrastruktur für Fernverkehrshalt Aschaffenburg“ eingefügt. Es wird damit berücksichtigt, dass in Aschaffenburg nach Aussage der Marktteilnehmer des Schienenpersonenfernverkehrs ein hohes Nachfragepotential für Schienenverkehrsangebote vorliegt. Aus diesem Grund werde dort ein Fernverkehrsangebot in vergleichbarem Umfang wie heute als erforderlich angesehen. Hierfür ist eine bedarfsgerechte Infrastruktur bereitzustellen.“

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier im PDF-Format herunterladen.