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Berlin/Aschaffenburg. Die Deutsche Bahn hat beim heutigen Dialogforum zur Bahnstrecke Hanau-Würzburg/Fulda das Ergebnis des Variantenvergleichs im Trassensuchraum Gelnhausen – Fulda bzw. Würzburg bekannt gegeben. Demnach scheiden die Trassen durch den Spessart wegen der tiefen Eingriffe in Umwelt und den Naturschutz aus. Am besten schneiden die Trassen IV und VII durch das Kinzigtal ab. Welche der beiden Vorzugstrassen am besten geeignet ist, will die Bahn am 8. Juni 2018 bekanntgeben. Die Aschaffenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz begrüßt das Ergebnis. Sie setzt sich seit 2013 für den Erhalt der Bestandsstrecke über Aschaffenburg ein.

Andrea Lindholz: „Nach dem Dialogforum heute ist klar: Die Trassen durch den Spessart, insbesondere die Variante III mit anschließender Südkurvenanbindung, scheiden aus, weil sie naturschutzrechtlich problematisch sind. Für die Region Aschaffenburg und den Bayerischen Untermain ist das zunächst positiv. Eine Realisierung der Mottgersspange wird damit unwahrscheinlicher.“

Zum weiteren Verfahren sagte Lindholz: „Die endgültige Entscheidung welche der beiden Alternativen am Ende gebaut wird, steht nach wie vor noch aus. Es gilt jetzt zunächst die Entscheidung der Deutschen Bahn zur Vorzugstrasse am 8.Juni 2018 abzuwarten. Ich werde mich aber zusammen mit den Mandatsträgern der Region auch weiterhin für den bestandsnahen Ausbau über Aschaffenburg einsetzen. Hierzu stehe ich nach wie vor mit den Verantwortlichen in regem Kontakt. Aschaffenburg darf nicht abgehängt werden.“

Hintergrund: Im Rahmen des Ausbaus der Bahnverbindung von Hanau bis Fulda nennt der Bundesverkehrswegeplan 2030 zwei mögliche Alternativen zur Anbindung in Richtung Würzburg. Ein Ausbau der Bestandsstrecke über Aschaffenburg oder ein Neubau durch den Spessart über die sogenannte Mottgersspange. Bahn und Politik setzen bei der genauen Ausgestaltung des Projekts auf frühzeitige Bürgerbeteiligung. Das gilt insbesondere für den Trassenverlauf im Suchraum nordöstlich von Gelnhausen. Während bereits feststeht, dass die neuen Gleise zwischen Hanau und Gelnhausen entlang der bestehenden Strecke verlegt werden, ist die Streckenführung zwischen Gelnhausen und Fulda bzw. Würzburg noch nicht klar. Um den Trassenverlauf in diesem Bereich zu ermitteln, wurde nordöstlich von Gelnhausen ein Raum abgesteckt, in dem mögliche Trassenvarianten untersucht wurden. Dabei sind sieben Streckenvarianten erarbeitet und hinsichtlich Ihrer Auswirkungen auf Raum und Umwelt sowie der verkehrlichen und wirtschaftlichen Ziele bewertet und miteinander verglichen worden. Drei verliefen durch den Spessart, vier im Kinzigtal.