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Berlin/Aschaffenburg. Die Vorbereitungen zum Bau der Photovoltaik-Lärmschutzwand entlang der A 3 bei Strietwald gehen weiter. Die Stadt Aschaffenburg, die Oberste Baubehörde und das Bundesverkehrsministerium haben sich zur Übernahme der zusätzlichen Kosten geeinigt. Die Deckungslücke war im Laufe des Vergabeverfahrens entstanden. Die Aschaffenburger Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz hatte sich zusammen mit dem bayerischen Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback in den vergangenen Wochen auf Bundesebene intensiv für diese Lösung eingesetzt.

Dazu Andrea Lindholz: „Ich freue mich sehr, dass Bund und Stadt im Hinblick auf die Mehrkosten nun eine gute Lösung finden konnten. Damit haben wir eine weitere Hürde zum Bau der Lärmschutzwand aus dem Weg geräumt. Jetzt sollte endlich die weitere Planung zur konkreten Umsetzung beginnen. Der Lückenschluss ist keine Selbstverständlichkeit. Grundsätzlich besteht in diesem Bereich kein Anspruch auf eine Lärmschutzwand. Die Finanzierungszusage des Bundes für den Bau der Lärmschutzwand im Rahmen dieses einmaligen Pilotprojektes liegt schon seit September 2015 vor. Bund und Stadt konnten sich zur Deckungslücke nun einigen. Das hat mir das Verkehrsministerium bestätigt. Ich danke allen Beteiligten, allen voran Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Herrn Oberbürgermeister Klaus Herzog für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Jetzt fehlt noch der Stadtratsbeschluss. Ein zügiger Einstieg in die weitere Planung und die konkrete Umsetzung muss das nächste Ziel sein.“

Hintergrund: Die geplante Photovoltaik-Lärmschutzwand soll entlang der Südseite der A3 die bestehende Lücke im Bereich der Aschaffenburger Stadtteile Damm und Strietwald schließen. Auf einer Länge von gut 900 Metern soll eine drei Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werden. Dabei sollen Photovoltaik-Elemente in die Lärmschutzwand integriert werden, die neben ihrer Funktion als Stromlieferant auch zum Lärmschutz beitragen würden. Die Kosten für die Errichtung der Lärmschutzwand übernimmt der Bund. Für Errichtung und Betrieb der Photovoltaikanlage musste im Rahmen einer Ausschreibung ein Betreiber gefunden werden. Bei der Maßnahme handelt es sich um ein freiwilliges Pilotprojekt der Bundesrepublik Deutschland. Es setzt die Pläne einer Kombination von Lärmschutz und Photovoltaik in die Praxis um und mindert die Lärmbelastung für die südlich der Autobahn gelegenen Stadtteile Damm und Strietwald.