Andrea Lindholz besucht Informationslehrübung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr

08. Juli 2025

Am 4. Juli 2025 besuchte die Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz die Informationslehrübung (ILÜ) des Sanitätsdienstes der Bundeswehr in der Gäubodenkaserne in Feldkirchen bei Straubing. Unter dem Motto „Verwundetenversorgung im Krieg – Die Rettungskette in der Landes- und Bündnisverteidigung“ präsentierte der Zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr ein umfassendes Bild der gesamtstaatlichen Aufgabe der Verwundetenversorgung.

Inhaltliche Schwerpunkte und zivile Beteiligung

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Darstellung der gesamten Rettungskette – von der Erstversorgung am Verwundetenort bis hin zur klinischen Versorgung und Wiedereingliederung der Soldatinnen und Soldaten. Die Übung basierte auf aktuellen Erkenntnissen aus realen Einsatzlagen, insbesondere aus dem Krieg in der Ukraine. Ein besonderer Fokus lag auf der verstärkten zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ), die als notwendige Konsequenz aus den neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen und einem zunehmend geforderten gesamtstaatlichen Ansatz in Frieden, Krise und Krieg dargestellt wurde.

Zivile Hilfsorganisationen als wichtige Stütze

Das Technische Hilfswerk (THW), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter und die Malteser waren an den Vorführungen beteiligt, insbesondere bei der Entladung eines Patienten-Transport-Zuges im Inland. Vertreter des THWs aus Bayern und des Bundes waren zudem als Gäste geladen.

Besonderheit: Erste Vorführung des neuen Sanitätseinsatzfahrzeugs „Eagle 6×6“

Ein Highlight der Veranstaltung war die erstmalige Vorstellung des neuen Sanitätseinsatzfahrzeugs „Eagle 6×6“. Das Fahrzeug wurde vom Hersteller an den Befehlshaber des Sanitätsdienstes übergeben und stellt eine wichtige Innovation für die Verwundetenversorgung dar. Als Blick in die Zukunft wurde auch der Einsatz von Drohnen zur Beförderung von verwundeten vorgestellt – bisher noch ohne Patient an Bord. Schwerpunktmäßig wurde das GTK Boxer (Gepanzertes Transport-Kraftfahrzeug) ein schweres geschütztes Sanitätskraftfahrzeug für den Transport von sieben sitzenden Verwundeten oder drei liegenden Verwundeten, eingesetzt.

Fazit

Die ILÜ San 2025 bot einen praxisnahen und realistischen Einblick in die moderne Verwundetenversorgung im Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung. Durch die enge Zusammenarbeit der einzelnen Stationen, die Einbindung ziviler Hilfsorganisationen und die Präsentation innovativer Technologien setzte die Übung wichtige Impulse für die Zukunft der gesamtstaatlichen Rettungskette.