Andrea Lindholz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, stärkt den deutsch-italienischen Dialog in Rom

01. April 2026

Berlin/Rom – Kurz vor Ostern unternahm Andrea Lindholz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, eine Dienstreise nach Rom. Sie führte dabei intensive Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Forschung und Zivilgesellschaft – insbesondere mit Bezug zu zentralen Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Zivilschutz. Darüber hinaus fand auch ein Austausch über tagesaktuelle Themen statt, wie etwa der Konflikt im Iran und die Gefahr durch Deepfakes.

Zentrale Begegnungen und Erkenntnisse

Deutsche Schule in Rom – Die Schule feiert dieses Jahr ihr 175jähriges Jubiläum und wurde mit dem Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandsschule“ ausgezeichnet. Der Austausch mit den Schülerinnen und Schülern zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen war sehr bereichernd. Es ist immer wieder schön die Perspektive junger Menschen zu erleben. Hier habe ich Einblicke in den Alltag derjenigen gewinnen können, die gleichzeitig begeisterte Botschafter für Deutschland sind.

Briefing mit dem deutschen Botschafter Dr. Thomas Bagger – Mit ihm habe ich über die derzeit exzellenten deutsch-italienischen Beziehungen gesprochen. Dies zeigt sich in der engen Zusammenarbeit unserer Regierungschefs Meloni und Merz. Erst im Januar fanden gemeinsame Regierungskonsultationen in Rom statt. Dabei wurde eine deutsch-italienische Vereinbarung über verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung und Resilienz geschlossen.

Camera dei Deputati – Der Besuch der italienischen Abgeordnetenkammer war von zentraler Bedeutung. Im persönlichen Austausch mit dem Vizepräsidenten der Kammer, Giorgio Mulè, den Vizepräsidentin Lindholz bereits im vergangenen Herbst im Bundestag empfangen hatte, wurden Wege zur vertieften grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und zur Modernisierung beider Parlamente erörtert. Dies geschah insbesondere vor dem Hintergrund der seit Januar 2026 vereinbarten verstärkten Zusammenarbeit von Bundeskanzler Merz und Ministerpräsidentin Meloni.

Italienisch-deutsche Parlamentariergruppe – Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Giangiacomo Calovini (FdI) vertiefte sie Gespräche über europäische Politik, bilaterale Kooperationsprojekte und die Möglichkeit von elektronischen Abstimmungen im Plenarsaal. In dem Gespräch zeigten sich viele Gemeinsamkeiten beider Länder und der Wille hin zu einer starken Zusammenarbeit.

Women’s Breakfast – In Kooperation mit der Hanns-Seidel-Stiftung Rom und dem Frauennetzwerk CORAGGIO! stand das Thema „Rethinking & Powering the Digital Age in Politics and Society“ im Fokus. Die rund 50 Teilnehmerinnen diskutierten über die Chancen der digitalen Transformation für Frauen, regulatorische Handlungsbedarfe sowie die zunehmenden Bedrohungen durch Cyberangriffe, Spionage, Desinformation und Deepfakes.

Künstliche Intelligenz im öffentlichen Sektor – Im Gespräch mit Prof. Marco Simoni vom Istituto Affari Internazionali (IAI) – einem der bedeutendsten italienischen Forschungszentren für internationale Politik, Sicherheit und Wirtschaft – wurde über Leitlinien für eine verantwortungsvolle Nutzung von KI im öffentlichen Sektor diskutiert. Gleichzeitig wurden weitere Möglichkeiten zur Digitalisierung und zum Abbau von Bürokratie besprochen, wobei beide Themen auch für Italien von zentraler Bedeutung sind.

Zivil und Katastrophenschutz – Der Besuch der Zentrale des italienischen Zivil- und Katastrophenschutzes und der Austausch mit Leiter Fabio Ciciliano bestätigten das andauernde Interesse von Frau Lindholz an den komplexen Herausforderungen im Bereich Bevölkerungsschutz. Seit ihrem Einzug in den Bundestag 2013 ist Andrea Lindholz in diesem Bereich tätig und engagiert sich darüber hinaus ehrenamtlich in diesem Feld, insbesondere im Rahmen ihrer Vizepräsidentschaft der THW-Bundesvereinigung e.V. Ähnlich wie in Deutschland gibt es in Italien ca. 500.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Gegründet wurde die Behörde vor 50 Jahren infolge eines schwerwiegenden Erdbebens.

Casa dell’Amicizia – Der Einblick in das Projekt der Gemeinschaft Sant’Egidio zusammen mit dem Vizepräsidenten der Gemeinschaft Herrn Prof. Dr. Cesare Zucconi verdeutlichte die Wichtigkeit von zivilgesellschaftlicher Vernetzung und humanitärer Hilfe – besonders in Zeiten globaler und wirtschaftlicher Unsicherheit. Das besuchte Projekt „Casa dell‘Amicizia“ unterstützt hilfsbedürftige Personen mit Hygieneprodukten, Kleidung und medizinischer Versorgung. Auch Herrn Prof. Dr. Zucconi konnte Frau Lindholz bereits im vergangenen Jahr im Deutschen Bundestag empfangen.

Stärkung der deutsch-italienischen Partnerschaft für ein starkes Europa

Andrea Lindholz kehrt aus Rom nicht nur mit neuen Impulsen für die Weiterentwicklung von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit zurück, sondern auch mit der Überzeugung, dass die deutsch-Italienische Partnerschaft ein wesentlicher Baustein für ein stärker vernetztes, sicheres und digitales Europa ist.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Team der Deutschen Botschaft in Rom, den italienischen Kolleginnen und Kollegen sowie allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, die diese Reise sowohl produktiv als auch herzlich gestaltet haben.