Brückenbauer in der Welt: Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz empfängt Internationale Delegation der Stiftung Verbundenheit

10. Juni 2026

Berlin. Die Verbundenheit mit Deutschland endet nicht an den Landesgrenzen. Dies wurde beim jüngsten Besuch einer Delegation des Internationalen Beirats deutschsprachiger Gemeinschaften (IBDG) im Deutschen Bundestag deutlich, die von Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz empfangen wurde.

Im Rahmen eines intensiven Austauschs berichteten Vertreterinnen und Vertreter aus Argentinien, Bolivien, Chile, Israel, Südafrika, Uruguay, den USA und Venezuela über ihr ehrenamtliches Engagement in ihren Heimatländern. Im Zentrum des Gesprächs stand die bedeutende Rolle, die deutschsprachige Gemeinschaften als kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Brücken zwischen Deutschland und der Welt einnehmen.

Ein starkes Netzwerk für Sprache und Kultur

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Internationalen Beirat deutschsprachiger Gemeinschaften (IBDG), der 2025 unter dem Dach der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland gegründet wurde. Mit diesem Gremium schafft die Stiftung erstmals eine institutionelle Plattform für deutschsprachige Gemeinschaften außerhalb Europas und der Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.

Herausforderungen und Perspektiven

Im Dialog mit Frau Lindholz wurden die aktuellen Herausforderungen der Vereins- und Kulturarbeit thematisiert. Ein zentraler Punkt war dabei die Frage, wie die deutsche Sprache insbesondere für jüngere Generationen attraktiv und lebendig gehalten werden kann. Die Delegation betonte die Rolle ihrer Mitglieder als kulturelle Botschafter: In ihren jeweiligen Ländern wirken sie als Sympathieträger und leisten so einen wertvollen Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit Deutschlands.

Strategische Bedeutung und politische Impulse

Das Gespräch verdeutlichte, dass deutschsprachige Gemeinschaften – mit schätzungsweise über 60 Millionen Menschen weltweit – ein bedeutendes zivilgesellschaftliches Netzwerk darstellen. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, wurden konkrete Erwartungen an die deutsche Politik und Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit diskutiert.

Fazit eines inspirierenden Austauschs

Für Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz hat das Treffen eindrucksvoll gezeigt, dass die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen weit über die reine Traditionspflege hinausgeht. Die Delegierten agieren als wichtige Partner der auswärtigen Kultur- und Gesellschaftspolitik.

Frau Lindholz dankte der Delegation für den offenen Austausch und den beeindruckenden Einsatz. Es wurde deutlich, dass eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Deutschland und seinen weltweiten Gemeinschaften nicht nur die kulturelle Identität bewahrt, sondern aktiv dazu beiträgt, internationale Verständigung und Verbundenheit zu fördern.

Fotos: DBT Inga Haar