80 Jahre Kriegsende – Gedenkstunde im Deutschen Bundestag

07. Mai 2025

Am 8. Mai 2025 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum 80. Mal. Es war ein Tag, der den politischen, militärischen und moralischen Untergang des nationalsozialistischen Terrorregimes markierte – und zugleich die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus.

Nach Jahren der Gewaltherrschaft und einem Krieg, der über 60 Millionen Menschen das Leben kostete, schwiegen am 8. Mai 1945 endlich die Waffen.

Im Rahmen der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag standen in diesem Jahr besonders die Perspektiven junger Menschen im Mittelpunkt. Drei Jugendliche lasen aus Tagebüchern, Briefen und Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und schlugen so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner richtete den Blick insbesondere auf die Erfahrungen von Frauen im Krieg sowie auf die Lehren, die sich daraus für die Gegenwart und Zukunft ergeben.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wurde entschieden, keine Vertreterinnen und Vertreter aus Russland und Belarus zur Gedenkstunde einzuladen. Ein völkerrechtswidriger Krieg, geführt von einem Aggressor in Europa, ist mit der Botschaft des Gedenkens unvereinbar. Diese Entscheidung unterstreicht die Haltung des Bundestages: Erinnerungskultur verlangt auch politische Klarheit.

Vor fünf Jahren war ein würdiges Gedenken pandemiebedingt nur eingeschränkt möglich. Umso bedeutsamer war es in diesem Jahr – gerade in einer Zeit, in der Frieden in Europa nicht mehr selbstverständlich ist.

Die Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz äußerte sich anlässlich des Gedenktags wie folgt „Wir in Deutschland legen großen Wert auf unsere Erinnerungskultur. Sie ist keine rückwärtsgewandte Pflichtaufgabe, sondern ein lebendiger Teil unserer demokratischen Identität. Gerade angesichts aktueller Krisen zeigt sich, wie wichtig das Wissen um unsere Geschichte für eine friedliche Zukunft ist.“