Erinnerungskultur: Bundestagspräsidium tagte in Hohenschönhausen

09. Juli 2026

Das Präsidium des Deutschen Bundestages ist in dieser Woche zu einer auswärtigen Sitzung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zusammengekommen. Der Ort erinnert an das ehemalige zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit der DDR und steht heute für die Aufarbeitung des SED-Unrechts.

Gemeinsam mit der SED-Opferbeauftragten Evelyn Zupke gedachten die Mitglieder des Präsidiums der Opfer der kommunistischen Diktatur und legten einen Kranz nieder. Im Anschluss wurde der Jahresbericht der SED-Opferbeauftragten an die Bundestagspräsidentin übergeben.

Besonders eindrucksvoll war die Führung durch die Gedenkstätte mit dem Zeitzeugen Mario Röllig. Seine persönlichen Schilderungen machten deutlich, welches Leid viele Menschen aufgrund politischer Verfolgung in der DDR erfahren mussten und welche Folgen dieses Unrecht bis heute für viele Betroffene hat.

Gerade im Jahr des 65. Jahrestages des Mauerbaus bleibt die Erinnerung an die Opfer der SED-Diktatur ein wichtiger Auftrag. Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sind keine Selbstverständlichkeit. Sie müssen jeden Tag neu geschützt und mit Leben erfüllt werden.