Private Altersvorsorge reformieren: Mehr Renditechancen, einfachere Förderung, neues Altersvorsorgedepot (1. Lesung)

26. Februar 2026

In dieser Sitzungswoche hat der Bundestag in 1. Lesung den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge“ beraten. Im Anschluss wurde der Entwurf zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen; federführend ist der Finanzausschuss.

Ziel der Reform: Ein Angebot, das sich für breite Schichten lohnt

Mit der Reform soll ein kostengünstiges, einfaches, transparentes und gut erklärbares Angebot an privaten Altersvorsorgeprodukten ermöglicht werden. Ziel ist, dass mehr Menschen zusätzlich zur gesetzlichen Rente privat vorsorgen, um den Lebensstandard im Alter besser abzusichern.

Was sich ändert: Riester weiter möglich – und zusätzlich ein Altersvorsorgedepot

Kernpunkt ist eine modernere Ausgestaltung der Produktwelt. Neben sicherheitsorientierten Modellen soll es mehr Spielraum für renditeorientiertes Sparen geben:

  • Garantieprodukte bleiben möglich (mit garantiertem Kapital zu Beginn der Auszahlungsphase).
  • Neu bzw. zentral erweitert: ein förderfähiges und zertifiziertes Altersvorsorgedepot „ohne Garantie“. In dessen Rahmen soll u. a. in Fonds und weitere für Kleinanlegerinnen und Kleinanleger geeignete Anlageklassen investiert werden können.

Damit wird private Altersvorsorge stärker an der Realität langfristigen Sparens ausgerichtet – mit der Perspektive, über die Jahre bessere Renditechancen zu eröffnen.

Förderung bleibt – soll aber einfacher und stärker an Eigenbeiträgen ansetzen

Die Bundesregierung hat deutlich gemacht, dass die Grundstruktur der Förderung erhalten bleiben soll:

  • Zulagen (insbesondere für kleine und mittlere Einkommen und Familien),
  • Sonderausgabenabzug in der Ansparphase,
  • nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlungsphase.

Gleichzeitig soll die Förderung einfacher und transparenter werden: Vorgesehen sind beitragsproportionale Grund- und Kinderzulagen, die die Eigenbeiträge stärker berücksichtigen und damit größere Anreize zu mehr Eigensparleistungen setzen sollen.