Sportfördergesetz schafft unabhängige Spitzensport-Agentur: Leistung, Erfolg, Medaillen

21. Mai 2026

Der Bundestag hat in dieser Sitzungswoche erstmals (1. Lesung) über das Sportfördergesetz debattiert. Der Gesetzentwurf wurde nach einstündiger Aussprache an die Ausschüsse überwiesen, federführend ist der Ausschuss für Sport und Ehrenamt. Mit dem Gesetz soll die Förderung des Spitzensports erstmalig auf eine spezialgesetzliche Grundlage gestellt werden – ein Paradigmenwechsel, wie Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, Dr. Christiane Schenderlein (CDU), betonte.

Spitzensport-Agentur: Unabhängig und aus einer Hand

Kernstück des Gesetzes ist die Gründung einer unabhängigen Spitzensport-Agentur als öffentlich-rechtliche Stiftung. Sie wird von zwei unabhängigen Vorständen geführt – weder Politiker noch Sportfunktionäre. Die Agentur erhält den klaren Auftrag: mehr Medaillen für Deutschland bei internationalen Wettkämpfen. Spitzensport bedeute Leistung, Erfolge und Medaillen, sagte Schenderlein. Die Agentur verfügt über eigene sportfachliche Expertise und gewährleistet Förderung und Steuerung in den Kernbereichen des Spitzensports unabhängig und aus einer Hand.

Stephan Mayer (CDU/CSU) sprach von einem Meilenstein und wies den Vorwurf zurück, die Reform führe in Richtung Staatssport. „Das Gegenteil ist der Fall“, so Mayer. Der Einfluss der Politik und des organisierten Sports – also des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) – werde zurückgefahren. Das Gesetz orientiere sich an modernen und erfolgreichen Strukturen europäischer Nachbarländer.

Klare Ziele: Effizienz, weniger Bürokratie, bessere Rahmenbedingungen

Seit zehn Jahren werde über eine Reform der Spitzensportförderung diskutiert, so Schenderlein – doch es habe keine entscheidenden Fortschritte gegeben. „Das ist vorbei. Wir als Bundesregierung packen das jetzt an.“ Drei Aspekte seien ihr besonders wichtig: klare Zuständigkeiten und schlanke Gremien, schnelle Entscheidungen sowie eine Förderung, die sich konsequent an Leistung und sportfachlicher Kompetenz orientiert.

Die Reform zielt darauf ab, den Spitzensport in Deutschland attraktiver, international wettbewerbsfähiger und zukunftsfest auszugestalten. Die Förderung soll effizienter, effektiver und weniger bürokratisch strukturiert werden – auch vor dem Hintergrund der laufenden Olympiabewerbung des DOSB für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland, die von der Bundesregierung entschlossen unterstützt wird.

Athletinnen und Athleten im Mittelpunkt

Die Stellung der Athletinnen und Athleten wird gestärkt, ihre Bedürfnisse stärker in den Blick genommen. Die Förderstruktur soll so ausgestaltet werden, dass Athletinnen und Athleten bestmögliche Rahmenbedingungen für ihre erfolgreiche Karriere zur Verfügung stehen. Die Förderung wird klarer am internationalen Leistungsziel ausgerichtet und potenzial- sowie erfolgsorientierter strukturiert. Gleichzeitig werden Grundsteine für einen effizienteren Einsatz der Bundesmittel gelegt.

Das Sportfördergesetz ist mehr als ein Verwaltungsakt – es ist ein klares Signal: Deutschland will wieder sportlich erfolgreicher werden und endlich die Strukturen schaffen, die Leistung ermöglichen. Sport vermittelt Disziplin, Teamgeist und Respekt und erreicht Millionen Menschen in Deutschland. Wer Medaillen will, muss in moderne, transparente und langfristig verlässliche Strukturen investieren.