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Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, hat am 28. August 2018 elf ehrenamtliche Klima- und Phänologie-Beobachter mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ausgezeichnet wurde auch Herr Roland Lippert aus Sailauf.

Seit dem 01. April 1978 meldet Herr Lippert als einer von insgesamt 1.100 ehrenamtlichen Mitarbeitern des DWD bei jedem Wetter täglich, auch an Sonn- und Feiertagen um kurz vor 07.00 Uhr wertvolle Daten von der Niederschlagsstation Sailauf an den Deutschen Wetterdienstes. Die übermittelten Daten werden z.B. für klimatologische Statistiken, Gutachten und Auskünfte, die in den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens und der Volkswirtschaft (z.B. Klimaforschung, Landwirtschaft, Imker, Allergiker) eine wichtige Rolle spielen, verwendet.

Andrea Lindholz nahm als zuständige Bundestagsabgeordnete an der Ehrung in Berlin teil: „Ich bin sehr stolz, dass solche stillen Helden wie Herr Lippert und seine Familie in meinem Wahlkreis leben. Herr Lippert und seine Familie verdienen höchste Anerkennung. Besonders beeindruckt mich, dass Herr Lippert diese Aufgabe von seinem Großvater übernommen hat, der seinerseits über 40 Jahre lang jeden Morgen ehrenamtlich für den Wetterdienst gearbeitet hat. Wenn Herr Lippert ausfällt, springt seine Familie ein und das schon seit 40 Jahren jeden Morgen ohne Unterbrechung. Wie wichtig ihr Engagement ist, hat sich in den vergangenen Wochen gezeigt, die so sehr von Hitze und Dürre geprägt waren.“

Hintergrund: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) ist der nationale meteorologische Dienst der Bundesrepublik Deutschland und gehört zum Zuständigkeitsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Neben den hauptamtlichen Wetterwarten und Wetterstationen gibt es etwa 1800 klimatologische Messstellen. Diese werden - häufig seit Jahrzehnten - von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern betreut. Sie liefern tagesaktuelle Werte, die direkt in die Vorhersagemodelle des DWD einfließen. Der DWD wird zudem von mehr als 1100 ehrenamtlichen phänologischen Beobachtern unterstützt. Diese erfassen insbesondere die jahreszeitliche Entwicklung von Pflanzen - egal ob wildwachsend oder kultiviert. Auf Basis ihrer Aufzeichnungen können Prognosen für Landwirte, aber auch für Imker oder Allergiker erstellt werden. Zugleich geben die Daten Aufschluss über den Klimawandel, da der Wetterverlauf die Entwicklung der Pflanzen maßgeblich beeinflusst.

Foto: BMVI