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Das Wahlrecht für Frauen jährt sich in diesem Jahr zum hundertsten Mal. Zu diesem Anlass hatte die Frauen Union Aschaffenburg-Land nach Karlstein zur Diskussionsveranstaltung "100 Jahre Frauenwahlrecht: wie viel Freiheit und finanzielle Selbstbestimmung haben Frauen heute" eingeladen. Es referierte Dr. Birgit Happel aus Kleinostheim, die sich für die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen einsetzt und zu diesem Thema promovierte.

Mit einem Abriss über die Entwicklung des Frauenwahlrechts und der Situation der Frauen in der Politik heute, begrüßt die FU-Kreisvorsitzende Andrea Lindholz die rund 50 Gäste. Darunter auch Stephan Noll, CSU-Listenkandidat für die Landtagswahl, Land- und Bezirksrat Dr. Ulrich Reuter, Karlsteins Alt-Bürgermeister Winfried Bruder und der CSU-Ortsvorsitzende Heiko Lindner.

In ihrem Vortrag gab Birgit Happel nicht nur praktische Finanztipps, auch wartete sie mit interessanten Fakten auf: Auch wenn die Erwerbsquote von Frauen in Deutschland heute bei 73 Prozent und damit weit über dem EU-Durchschnitt liegt, so arbeiten doch immer noch 47 Prozent nur in Teilzeit. Dabei machte sie deutlich, dass sich Frauen danach sehnen mehr arbeiten zu können. Auf der anderen Seite verspüren Männer den Wunsch, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.

Die Landtagsabgeordnete und Direktkandidatin für die Landtagswahl im Oktober, Judith Gerlach, betonte in ihrem Impulsvortrag: "Jede Familie hat ihr eigenes Lebensmodell und jedes Modell hat seine Existenzberichtigung. Gesellschaft und Politik sollten keine Bewertung vornehmen, Familien wissen am besten was richtig für sie ist. Das bayerische Familiengeld steht hier beispielhaft für echte Wahlfreiheit für Familien."

Die anschließende Diskussion wurde souverän von der stellvertretenden FU-Kreisvorsitzenden Claudia Papachrissanthou moderiert. Die vielen Fragen aus dem Publikum drehten sich vor allem um Finanzplanung und -beratung. Einige Gäste schilderten ihre eigenen Erfahrungen mit der finanziellen Selbstbestimmung der Frauen und der Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Gesellschaft. Eine junge Frau aus dem Publikum merkte dazu an: "Männer und Frauen gehören an einen Tisch - so lassen sich gesellschaftliche Herausforderungen am besten meistern. Unsere Generation sehe ich diesbezüglich auf einem guten Weg.

Foto oben (v.l.): Claudia Papachrissanthou, Dr. Birgit Happel, Andrea Lindholz und Judith Gerlach