Menü öffnen
  • Aktuelles Aus Der Region 10
  • Aktuelles Aus Der Region 9
  • Erneuerung Abzweig Rothenbuch
  • Legler Tour
  • Soeder
  • Sturmschaden
  • Thw Jugend
 

Ortskundige haben es bereits gemerkt: Es tut sich was an der A3 bei Strietwald. Seit Anfang April ist dort eine Baustelle zum Bau der Photovoltaiklärmschutzwand errichtet. Diese soll die aktuelle Lücke in der Lärmschuztwand bei Strietwald schließen. Hierzu fand heute der offizielle Pressetermin mit Staatsministerin Judtih Gerlach MdL, Prof. Dr. Winfried Bausback MdL Staatsminister a.D. , Andrea Lindholz MdB, Oberbürgermeister Klaus Herzog und den Mandatsträgern der Region sowie Vertretern der Stadtwerke Aschaffenburg statt.

"Dass die Lücke in der Lärmschutzwand nach langen Bemühungen endlich geschlossen wird, freut mich sehr. Seit 2013 habe ich mich zusammen mit Winfried Bausback MdL und Oberbürgermeister Klaus Herzog dafür eingesetzt. Ein guter Tag für Damm und Strietwald," freut sich Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz. Gleichzeitig ist ihr bewusst, dass es bis dahin ein langer Weg war:  „Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, dass Max Weber mit seinem Zitat Recht hat: Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich.“  Als Andrea Lindholz im Jahr 2013 in den Bundestag gewählt wurde, hatten sich die Verhandlungen um das Projekt zwischen Bund, Land und Kommune verhakt.  Gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Herzog und dem damaligen Staatsminister Prof. Dr. Winfried Bausback MdL bemühte sich die Bundestagsabgeordnete darum, dass das Projekt wieder Fahrt aufnimmt. Erster Schritt war der Planfeststellungsbeschluss, der schließlich  bei der Regierung von Unterfranken erreicht werden konnte. Danach ging es an das Bundesverkehrsministerium. Dort erhielt die Abgeordnete im September 2015 vom zuständigen Staatssekretär Rainer Bomba aus Schlüchtern die Zusage für das deutschlandweit einmalige Pilotprojekt. Allerdings ergaben sich im Nachgang der Planungen Finanzierungsengpässe. Das Projekt drohte mehrfach zu scheitern. „Ich bin froh, dass der Bund im Jahr 2017 bereits die Zusage für weitere Mittel zur Übernahme der Mehrkosten gemacht hat. Im Laufe der Planungen stellte sich dann erneut eine Deckungslücke heraus. Auch hier konnten sich Bund und Stadt, nach intensiven Verhandlungen, 2018 bezüglich der Übernahme einigen,“ so die Abgeordnete. Dennoch ist der Lückenschluss keine Selbstverständlichkeit, denn grundsätzlich besteht hier rein rechtlich kein Anspruch auf Lärmschutz.

Die geplante Photovoltaik-Lärmschutzwand soll entlang der Südseite der A3 die bestehende Lücke im Bereich der Aschaffenburger Stadtteile Damm und Strietwald schließen. Auf einer Länge von gut 900 Metern soll eine drei Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werden. Dabei sollen Photovoltaik-Elemente in die Lärmschutzwand integriert werden, die neben ihrer Funktion als Stromlieferant auch zum Lärmschutz beitragen. Die Kosten  von 3,25 Millionen Euro für die Errichtung der Lärmschutzwand übernimmt zum Großteil der Bund.  Die Stadt Aschaffenburg steuert 522 000 Euro bei. Für Errichtung und Betrieb der Photovoltaikanlage musste im Rahmen einer Ausschreibung ein Betreiber gefunden werden. Bei der Maßnahme handelt es sich um ein freiwilliges Pilotprojekt der Bundesrepublik Deutschland. Es setzt die Pläne einer Kombination von Lärmschutz und Photovoltaik in die Praxis um und mindert die Lärmbelastung für die südlich der Autobahn gelegenen Stadtteile Damm und Strietwald. Für die Stadt Aschaffenburg ein weiterer Vorteil: Sie kann hier ggf. ein neues Baugebiet erschließen.