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Gestern Abend fand bei der Schreinerei Kampfmann in Mömbris eine Betriebsbesichtigung mit anschließender Diskussionsrunde der Teilnehmer statt. Gastgeber waren die Brüder und Geschäftsführer Steffen und Florian Kampfmann. Vor Ort waren die Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz, Bürgermeister und Landratskandidat Dr. Alexander Legler, der Handwerksbeauftragte des CSU Kreisverbandes Kai Hersina sowie weitere Vertreter des Kreisverbands. Ebenso waren einige Schreiner aus der Region zur Diskussion und Erfahrungsaustausch eingeladen. Während der Besichtigung konnten sich die Besucher ein Bild von der neuen Technik einer modernen Schreinerei machen. Die Arbeit am Holz wird hier vornehmlich von Maschinen übernommen, währen kreative und planerische Leistungen am PC erbracht werden. Natürlich gäbe es auch noch die „Wald und Wiesen Schreinerei“ wie bei Meister Eder, nur ohne Pumuckel, so ein Teilnehmer. Gerade das sei aber auch die Stärke des Handwerks, dass jeder Betrieb anders sei und jeder unterschiedliche Stärken und Spezialisierungen aufweise.

Im Anschluss an die Besichtigung wurde über die aktuellen Schwierigkeiten des Handwerks, besonders der Schreiner gesprochen. Die anwesenden Schreiner schilderten dabei vor allem die Probleme bei den öffentlichen Ausschreibungen der Kommunen, zu denen sich Bürgermeister Legler äußern konnte. Die Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz tauschte sich mit den Handwerkern zu den Themen der Arbeitszeiten, Ausbildungsvergütung, Gewährleistung bei fehlerhaften Produkten und steuerliche Entlastung aus. Mit der Abschaffung des „Soli“ ist an dieser Stelle bereits eine Entlastung der Betriebe erfolgt, während es zur Änderung des Arbeitszeitschutzgesetzes bisher keine Mehrheiten im Bundestag gibt.

 

Am nächsten Tag folgte eine weitere Betriebsbesichtigung bei der Firma Benedict in Aschaffenburg. Der Familienbetrieb hat sich auf Zerspanung, Schweißbau und Montage spezialisiert und kämpft mit ähnlichen Problemen wie einem Übermaß an Bürokratie, Fachkräftemangel und einer schwächelnden Konjunktur. Auch hier sind Steuererleichterungen nur ein kleine Anfang. Nach dem Gespräch mit den Geschäftsführern Julia Römer und ihrem Vater Gottfried Köhler wurden gemeinsam Teile des Betriebs besichtigt. Auch hier zeigte sich der Bedarf an Fachkräften, den selbst die gut eingearbeiteten Azubis bisher noch nicht ausfüllen können.

 

Andrea Lindholz: „Ich möchte mich zunächst bei den Gebrüdern Kampfmann, sowie bei Julia Römer und Gottfried Köhler für die Einblicke in ihre Betriebe bedanken. Auch für die Anregungen der eingeladenen Schreiner, sowie der Erfahrungsaustausch bei der Firma Benedict, sind sehr wichtig für mich. Gerade unsere mittelständischen Betriebe brauchen nicht nur mehr Unterstützung, sondern zunächst einmal weniger Einschränkungen und Regelungen.“